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Veranstaltungsarchiv

Mit unseren Veranstaltungen geben wir Raum für Informationen, Diskussionen, Austausch und Begegnung

Veranstaltungen 2021

Vanuatu – ein Inselstaat im Südpazifik – steht im Fokus des diesjährigen Welt-gebetstages der Frauen am 5. März. Der KED ermuntert daher zur gemeinsamen Besinnung auf die Mitverantwortung, die wir für die Lebensbedingungen der Menschen dort haben.Mit Worten aus dem Matthäusevange-lium (Mt 7,24-27) erinnern Christinnen aus Vanuatu in diesem Jahr daran, dass es klug ist, auf festem Grund zu bauen. Im Gleichnis vom Hausbau greift Jesus eine Alltagsweisheit auf, die in Vanuatu ganz andere Assoziationen weckt als bei uns. Denn dort ist sicherer Boden für ein Haus gar nicht leicht zu finden und auch in vielen anderen Hinsichten sind die Lebensgrundlagen der Menschen stark gefährdet.Weil Vanuatu weit von hier entfernt und gering bevölkert ist, erreichen uns gewöhnlich kaum Nachrichten von dort. Im jährlich erscheinenden „Weltrisikobe-richt“ lässt sich jedoch nachlesen, dass das Katastrophenrisiko dort deutlich höher ist, als in jedem anderen Land der Welt.Das hängt damit zusammen, dass Va-nuatu im internationalen Vergleich mit Abstand am stärksten den zerstöreri-schen Kräften von Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen, Erdbeben, Über-schwemmungen und Dürren ausgesetzt ist. Hinzu kommt, dass Vanuatu als eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt nur über relativ geringe Kapa-zitäten zur Schadensbewältigung und zur Anpassung an widrige Umweltbedingun-gen verfügt.Unter dem Titel „Klimagerechtigkeit – was heißt das eigentlich? Hintergründe und Handlungsimpulse am Beispiel von Vanuatu“ informierten Luisa Kroll und Andreas Kurschat vom KED auf Ein-ladung von Diakonin Susanne Decker-Michalek aus dem Sprengel Stade am 11. Februar über die Problematik. Die Teilnehmerinnen der Online-Veranstal-tung kamen aus Kreisen des Frauenwerks der hannoverschen Landeskirche, der Weltgruppe Stade und der Don-Bosco-Mission Bonn und nutzten das Angebot zur inhaltlichen Vorbereitung auf den Weltgebetstag und aufs Klimafasten. Der Klimawandel führt dazu, dass die Intensität der Wirbelstürme zunimmt, der Meeresspiegel steigt und Korallen absterben, die Wellen brechen und so einen natürlichen Küstenschutz bilden. Während die Menschen in Vanuatu so gut wie gar nichts zur Erderwärmung und deren Folgen beigetragen haben und auch kaum etwas dagegen tun können, haben wir hier durchaus die Möglichkeit, unsere Bemühungen um Klimaneutralität zu ver-stärken und uns auch für eine faire Vertei-lung der finanziellen Lasten einzusetzen, die der Klimawandel in Vanuatu und an-deren ärmeren Ländern mit sich bringt. So können wir elementare Bedürfnisse der Menschen dort stärker in unserem Den-ken und Handeln berücksichtigen.Anregungen dazu bietet z.B. ein Klima-pilgerweg für Vanuatu in acht Stationen, die in der eigenen Umgebung auch unter Corona-Bedingungen besonders geeignet für Andacht und Gebet im Bewusstsein weltweiter Verbundenheit sein können.

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