„Entdecke Hannover nachhaltig! – Nachhaltiges und faires Konsum- und Ernährungsverhalten“

Veranstaltung 25. Juni 2026

Exkursion in Hannovers Stadtteil Linden-Limmer, 25. Juni 2026

Am 25. Juni 2026 begaben wir uns auf eine spannende Exkursion, organisiert von STUBE Niedersachsen in Kooperation mit dem KED-Arbeitsbereich Entwicklungsbezogene Bildung (EB) und dem Hochschulbüro für Internationales der Leibniz Universität Hannover. Unser Ziel war es, nachhaltige Orte in unserer Stadt zu entdecken und mehr über verantwortungsvolles Handeln zu erfahren. Die Tour bot uns nicht nur einen Einblick in ökologische Konzepte, sondern war auch eine wertvolle Gelegenheit, tiefere soziale Zusammenhänge zu verstehen.

Schon beim Betreten des „AllerWeltsLadens“ war ich von der Vielfalt der handgefertigten Produkte aus der ganzen Welt beeindruckt. Besonders faszinierend war das tiefgreifende Fachwissen der Mitarbeitenden: Sie konnten zu jedem Stück genau erklären, woher es stammt und welche Geschichte dahintersteckt. Dieses Wissen zeugt von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Fairen Handel. Es war inspirierend zu sehen, wie der Laden als Bildungsort fungiert und verdeutlicht, dass jeder Kauf direkt dazu beiträgt, Lebensgrundlagen in den Ländern des Globalen Südens zu stabilisieren. Es ist offensichtlich, dass hier viel Leidenschaft und Lektüre in die Vermittlung dieser Werte fließen.

Im Anschluss besuchten wir das Ladencafé „Mulembe Kaffee“. Die Erfahrung dort war durchweg bereichernd. Wir lernten den gesamten Weg der Kaffeebohne kennen – vom Anbau bis zur Röstung. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kaffeesorten und die Bedeutung des direkten Handels waren für mich völlig neue, aber sehr wertvolle Informationen. Kaffee ist hier weit mehr als nur ein Wachmacher; es ist ein kulturelles Erlebnis, das den Respekt vor der harten Arbeit der Kaffeebauern in den Mittelpunkt stellt. Es war beeindruckend zu erfahren, welchen direkten positiven Einfluss der faire Handel auf das Leben der Produzenten hat.

Die Station, die mich am meisten begeistert hat, war die Imkerei „Die Schwärmerei“, da ich mich schon seit meiner Kindheit für Bienen interessiere. Hier konnte ich mein Wissen über Bienenarten und die Vielfalt des Honigs vertiefen. Besonders spannend war der direkte Vergleich zwischen dem Honig aus meiner Heimat, dem Jemen, und den lokalen Sorten. Ich kann jedem nur wärmstens empfehlen, jemenitischen Honig einmal zu probieren – er ist von herausragender Qualität. Ein amüsanter Moment der Tour: Da ich Bienen so gerne mag, habe ich versucht, einen Bienenstock zu berühren, und wurde prompt gestochen – eine kleine „Gebühr“ für meine Faszination für diese wundervollen Lebewesen, die für unsere Umwelt so unverzichtbar sind!

Fazit
Diese Exkursion war weit mehr als eine einfache Besichtigungstour. Sie war eine lehrreiche Reise, die uns bewusst gemacht hat, dass Nachhaltigkeit mit unserem eigenen Bewusstsein beginnt. Ich danke den Organisatoren herzlich für diese wertvolle Erfahrung und freue mich schon auf die nächste Gelegenheit, mein Wissen zu erweitern.
Najm Aldeen Al-Haddad